Vorstellung

Hallo, mein Name ist Erwin Maria Vinzenz.
Das ist mein Künstlername, abgeleitet vom Mädchennamen meiner Mutter und ihr zu ehren.

Hier erzähle ich Geschichten, Geschichten die in meinem kreativen Kopf entstehen und manchmal auch Geschichten die ich im Alltag erlebe und Geschichten wie ich diese wahrnehme.

Wahrnehmung?
Ein langjähriger Freund der sich mit Kommunikation sehr gut auskennt sagt: „Wahrnehmung erzeugt Wahrheit“. Ich habe den Satz viele Jahre verachtet, weil ich einen stetigen Kampf gegen die „Manipulation meiner Wahrheit“ geführt habe. Ich wollte meine eigene Meinung haben, diese Meinung auf Grund von Erfahrungen weiterentwickeln und mich nicht durch die interessen von Anderen beeinflussen lassen.
Nun muss ich nach 60 Jahren Lebenserfahrung enttäuscht feststellen: Es gelingt nicht.
Es gibt keine eigene Meinung, ausser man schliesst sich ein leben lang in ein Zimmer ein, und selbst dann, muss ein Essenslieferant gelegentlich etwas vorbeibringen und man ist unweigerlich mit Hunger, Durst und Geschmacksempfinden konfrontiert, beeinflusst durch den Essenslieferant. Wer nicht eine Lebenslange Gefängnisstrafe absitzt, der hat hier bereits ein Problem: Die Wahl des Essens und die Wahl des Lieferanten.
Das beeinflusst bereits unsere Wahrnehmung und erzeugt damit unsere eigene Wahrheit.
Essen Sie für den Selbstversuch mal Pommes ohne Salz und ohne alles, so dass sie ausschliesslich nach Kartoffel schmecken. Oder trinken Sie mal einen Automatenkaffee ohne Milch und ohne Zucker.
Das was sie mit Ihren Sinnen warnehmen ist Ihre ganz persönliche Wahrheit.
Es gibt zum Beispiel mit dem Kaffee, die Bezeichnung: „die Plörre von der Tanke“
Warum wird diese bittere braune Brühe millionenfach getrunken?

Das ist Wahrnehmung, es ist Ihre persönliche Wahrnehmung und damit wird es über kurz oder lang zu Ihrer ganz persönlichen Wahrheit, einer Wahrheit zu der Sie nicht „freiwillig“ gelangt sind, sondern durch die Notwendigkeit Kaffee zu trinken und den Umständen die sie dazu befähigen.
Das können finanzielle Aspekte sein, guter Kaffee und eine gute Maschine sind teuer, einen guten Kaffe in einem spezialisierten Restaurant ist auch teuer, oder einfach die Bequemlichkeit aus der Kapselmaschine und dem „Glauben“ an die Werbeversprechen.

Aus diesem, durchaus auch philosophischen Gedankengut und der vielzahl der Bilder die mein Gehirn jede Minute bei allen möglichen Reizen produziert, entstehen Geschichten. Meine Geschichten, meine Wahrnehmung und nichts davon ist so wie ich es zu erkennen glaube die Wahrheit. Es ist also „meine“ Wahrheit.
Je weniger ich diese von Anderen beeinflussen lasse, um so mehr ist diese Wahrheit nicht fundiert, entspricht also nur „meiner“ Wahrnehmung.

Ist das denn die Wahrheit ? Gibt es überhaupt eine Wahrheit?
Ich denke nicht, es gibt nur die Wahrnehmung und das was ich mir davon herausnehme, also das was ich mir aufgrund meiner aktuellen Situation davon wünsche oder gönne.

Ab hier beginnt dann die Manipulation, sobald andere Menschen mit mir einen Kaffee trinken, hier beginnt sich die eigene Wahrnehmung, mit der Wahrnehmung Anderer zu vermischen und ab dann ist es, wenn ich es sehr freundlich formulieren darf, eine „kollektive Wahrheit“

Um das zu verstehen, um das zu verarbeiten und einen Ausweg aus dem „Dilemma“ zu finden, wenn es denn eines ist, also als „Dilemma“ wahrgenommen wird, dazu wurden Geschichten erfunden. Den der Mensch mit seinem Bewusstsein, das wir unglücklicherweise wegen einem Regelbruch von Adam und Eva, als Strafe von Gott erhalten haben, ist seither gezwungen zu denken und verstehen zu wollen.

Es beginnt mit einer der ersten zwei Geschichten die wir als Menschen hören:
– Die Kinder werden vom Storch gebracht
– Die Oma leuchtet jetzt als Stern oben im Himmel und beschützt uns

Ist das falsch oder Verwerflich??? Eine Lüge gar!
Ich persönlich denke nicht. Also heute denke ich so.
Als junger Erwachsener dachte ich über viele dieser Geschichten sehr differenziert, zum Teil sogar aggressiv, weil ich noch nicht verstanden hatte dass „Geschichten“ wie ein Blatt Papier, zwei Seiten haben: Die eine Seite ist die des Erzählers, der Erzähler erlebt damit eine eigene Welt, eine andere Wahrnehmung als der Zuhörer.
Nehmen wir Jules Verne, ein begnadeter Schriftsteller. Seine Erzählungen warend so fesselnd dass man sich mitten in der Geschichte fühlte, vor seinem geistigen Auge diese Scheinwelt gesehen hat.

Damit ende ich meine Vorstellung, ich möchte dass Sie verstehen was eine Geschichte ist, zumindest „meine „Geschichte, was Ihnen helfen kann in Ihrem Leben das eine oder andere Problem zu erkennen und es selber zu lösen. Indem Sie erkennen das es im Prinzip keine Wahrheit gibt, genausowenig wie es ein „Jetzt“ gibt. Jetzt ist nur ein Bruchteil einer Sekunde im Universum, „Jetzt“ gibt es nur einmal, es kann nicht wiederholt werden, darum gibt es nach meinem Verständnis selbst dann wenn man eine Farbe mit RAL-Kennzeichen benennt, diese Farbe nur ein einziges Mal und jedes Lebewesen nimmt diese Farbe anders war.
Würden Sie einem Kind als Experiment die Farbe Grün mit dem Namen Pink erklären, es würde im Erwachsenenalter jedes Mal wenn es Grün sieht aus vollster Überzeugung sagen dass es Pink ist.
An dieser Stelle muss ich das „Eperiment“ abbrechen, es ist auch ein guter Schlussatz, den wir „wissen“, dass Farben uns beeinflussen, die Evolution hat das so eingerichtet, mein Beispiel mit Grün und Pink ist eine bewusste „Provokation“ der wissenschaftlichen Fakten.
Zudem ist ein grünes Blatt nicht grün, sondern dessen Oberfläche reflektiert das grüne Farbspektrum. Mir geht es in dieser Aussage einzig um das Thema Warheit und darum dass meine Geschichten fast immer eine „Wurzel“ haben, einen „Kern“, was aber daraus entsteht, das ist meine alleinige Vision und schliesslich Ihre Wahrnehmung.

Ein letztes Beispiel sei mir gegönnt: „Katzen Dünsten“ von Paul Panzer.
Was passiert grad in Ihrem Kopf?
Finden Sie diesen „Lustigen Telefonanruf“ von Pau Panzer auch lustig, oder sind Sie als Katzenliebhaber aufs äusserste empört?
Genau dafür sind Geschichten da, waren sie immer, sind sie heute und auch in der Zukunft,
und sind dann wenn sie erzählt werden, bereits Vergangenheit.

Erwin Maria Vinzenz Sommer 2025